Die Bauflotte führt ein Doppelleben: morgens öffentliche Straße, tagsüber Baustelle – Schlamm, Gestein, Beladung, enge Zufahrtswege. Das Schadenbild richtet sich danach, und am Rand des Fuhrparks steht die große Frage: die Baumaschinen. Dieser Artikel zeichnet das Versicherungsbild der Bauflotte, die Grenzfälle eingeschlossen.
Auf der Schadenliste der Bauflotte erscheint neben den klassischen Straßenschäden auch die Baustellen-Ebene: aufgewirbelter Kies und Windschutzscheiben, bei der Beladung beschädigte Aufbauten und Seitenwände, Rangieren auf engem Raum, schlammig-matschiges Gelände. Die Gegenmaßnahmen sind teils Routine (Beladungsordnung, Verkehrsregeln auf dem Baustellengelände), teils eine Deckungsfrage: Selbstbeteiligung und Kasko-Niveau richten wir an der tatsächlichen Nutzung aus, nicht am Katalogbild. Die Feinabstimmung nach Kategorie behandelt der Artikel zu den Deckungsstufen.
Radlader, Erdbaumaschine, Gabelstapler haben eine doppelte Natur. Verkehrt die Maschine auf öffentlicher Straße, gelten die Regeln der Fahrzeugwelt – Zulassung, Frage der Kfz-Haftpflicht nach den jeweils geltenden Vorschriften. Arbeitet sie auf der Baustelle, ist das Risiko eher vermögensbezogen: Beschädigung, Maschinenbruch, Diebstahl – für die Beschädigung der eigenen Maschine sind Maschinenbruch- und Sachversicherungen gedacht, für Schäden, die dabei Dritten zugefügt werden, dagegen eine Haftpflichtversicherung (allgemeine/Unternehmerhaftpflicht, Arbeitsmaschinen-Haftpflicht, Projekthaftpflicht-Baustein) – die Kfz-Haftpflicht deckt Schäden in der Arbeitsfunktion typischerweise nicht ab. Beides schließt sich nicht aus: Dieselbe Maschine kann sowohl eine Straßen- als auch eine Baustellen-Deckungsebene haben. Die Entscheidungskarte liefert der Artikel zu Baumaschinen, die Einzelheiten der Baubranche der Baumaschinen-Artikel von epites.biz und der Leitfaden zu Baugeräten.
Bauprojekte haben eine eigene Versicherungswelt (Bauwesen- und Montagedeckungen, Haftpflichtabschnitte) – das ist das Gebiet von epites.biz. Aus Flottensicht kommt es auf die Grenze an: Die Projektdeckung ersetzt nicht die Fahrzeugversicherung, und umgekehrt – beide müssen im Einklang stehen, möglichst ohne Überschneidung und mit so wenigen Lücken wie möglich. Über den Portfolio-Ansatz, der diesen Einklang schafft, berichtet ein eigener Artikel.
Der Rhythmus des Baugewerbes ist saisonal: Im Winter steht ein Teil des Fuhrparks still. Dann stellt sich die Frage, welche Deckung auf welchem Fahrzeug aktiv bleiben soll – stillstehende, nicht genutzte Fahrzeuge auf dem Betriebsgelände tragen ein anderes Risiko (Diebstahl, Elementarschaden, Brand) als die im Verkehr befindlichen. Die Fragen rund um das Betriebsgelände behandelt ein eigener Artikel, im Zusammenspiel mit vagyon.biz. Es lohnt sich, die Saisonwechsel auch in die Planung zur Hauptfälligkeit einzubauen – das Flottensystem ist auch hier flexibler als verstreute Einzelpolicen.
In der Papierordnung der Bauflotte gibt es zwei Besonderheiten. Die erste ist die Projektverbindung: Bei größeren Bauvorhaben kann der Auftraggeber auch Versicherungsnachweise für die anrückenden Fahrzeuge und Maschinen verlangen – für deren rasche Ausstellung braucht es eine geordnete Policenverwaltung. Die zweite ist das Maschinenbuch: Die Betriebsstunden- und Wartungsaufzeichnung der Baumaschinen kann im Schadenfall (Maschinenbruch, Streitfall) Beweiskraft haben. Beides ist eine bauspezifische Ergänzung der Dokumentenordnung – und beide Unterlagen lassen sich mit deutlich weniger Aufwand laufend aktuell halten, als sie im Schadenfall nachträglich zu rekonstruieren.
Eine Frage speziell zu Ihrer Flotte? Vereinbaren Sie eine kostenfreie 20-Minuten-Beratung →
Kostenfrei und unverbindlich – bringen Sie die Fahrzeugliste und die Schadenliste mit, am Ende kennen Sie den nächsten Schritt.