Diese Liste ist dafür gedacht, ausgedruckt in jedem Flottenfahrzeug im Handschuhfach zu liegen – neben dem Europäischen Unfallbericht. Im Schadenfall arbeitet nicht das Gedächtnis, sondern das Papier: von oben nach unten, Punkt für Punkt. Die ausführlicheren Erklärungen finden Sie in der Vorlage für die interne Schadenordnung – hier die verdichtete Fassung.
Erkennen Sie am Unfallort kein Verschulden an – halten Sie die Tatsachen fest, die Entscheidung liegt beim Versicherer. Lassen Sie sich nicht auf einen Streit ein: Bei Uneinigkeit kommen beide Standpunkte auf den Unfallbericht, alles Weitere ist nicht Sache der Unfallstelle. Unterschreiben Sie keine Erklärung – besonders nicht in einer fremden Sprache –, die Sie nicht verstehen: Auch das lässt sich im Bemerkungsfeld vermerken. Diese drei Regeln retten mehr Schadenfälle als alles andere – den Hintergrund liefert der Artikel zum Unfallbericht.
Im Ausland gilt dieselbe Liste, mit drei zusätzlichen Punkten: ☐ die Grüne Karte griffbereit (vor Abfahrt geprüft); ☐ der Unfallbericht lässt sich anhand der nummerierten Felder ausfüllen – die Gegenseite schreibt in ihrer eigenen Sprache dasselbe; ☐ die Assistance-Nummer im Telefon gespeichert (Abschleppen, Weiterreise). Der vollständige Ablauf im Ausland: Schaden im Ausland und Grüne Karte.
Ausdrucken, laminieren (übersteht das Handschuhfach), und in jedem Fahrzeug neben dem Europäischen Unfallbericht bereitlegen – genau das ist einer der Punkte der Checkliste zur An- und Abmeldung. Bei der Einweisung sollte sie einmal mit den Fahrern durchgegangen werden – fünf Minuten, jährlich aufgefrischt. Auf Wunsch erstelle ich die Liste auch ergänzt um die Angaben Ihres Unternehmens (Name und Nummer des Fuhrparkleiters, Kanal), druckfertig.
Eine berechtigte Frage, warum keine App: weil die Schadensituation der denkbar schlechteste Moment für technisches Experimentieren ist. Am Unfallort kann das Telefon leer sein, es kann kein Empfang bestehen, die Hand kann zittern, es kann regnen – das laminierte Blatt ist dagegen immun. Die digitale Ebene ist die zweite Verteidigungslinie: das Foto der Liste auf dem Telefon, die Assistance-Nummer in den Kontakten, die Versandadresse für das Foto des Berichts im Voraus eingerichtet. Beides zusammen ergibt das gute System: Papier am Unfallort, Digitales bei der Weiterleitung. Und eine Kleinigkeit, die viel ausmacht: Die Liste sollte im Handschuhfach gut sichtbar liegen – ein Spickzettel, der auf den Boden des Fachs gerutscht ist, existiert im Ernstfall nicht.
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