Fünfzehn Begriffe, je ein Satz – das reicht, damit ein Flottenangebot oder ein Schreiben des Versicherers keine Fremdsprache mehr ist. Die tiefere, alphabetische Sammlung finden Sie im Artikel Glossar A–Z.
Flotte: mehrere Fahrzeuge eines Versicherungsnehmers, verwaltet in einem Versicherungsrahmen. Einheitliche Hauptfälligkeit: das gemeinsame Datum, an dem die gesamte Flotte überprüft und am Markt verglichen werden kann. Bestandsverwaltung (An- und Abmeldung): die Aufnahme und Herausnahme von Fahrzeugen im Jahresverlauf, mit anteiliger Prämienanpassung. Fahrzeugliste: das Grunddokument der Flotte – Kennzeichen, Kategorie, Nutzung, Rollen. Flottenportal: die Online-Oberfläche mancher Versicherer zur Abwicklung von Flottenangelegenheiten.
Schadenquote: das Verhältnis von ausgezahlten Schäden zu eingezahlten Prämien – der wichtigste Hebel der Flottenprämie. Schadenstatistik (Schadenverlauf): die Liste und der Trend der Schadenfälle der Flotte, über mehrere Jahre zurückblickend. Selbstbeteiligung: der Teil des Schadens, den das Unternehmen selbst trägt – der Gleichgewichtspunkt zwischen Kasko-Prämie und Schadentragung. Tarifprämie / individuelle Bepreisung: auch der Flottentarif muss veröffentlicht werden, aber im Gegensatz zur tarifbasierten Welt der privaten Kfz-Haftpflicht entsteht die Flottenprämie in der Regel innerhalb des veröffentlichten Rahmens in einem individuellen Angebot. Deckungsstufe: der Umfang des für die jeweilige Fahrzeugkategorie gewählten Schutzes.
Halter: der im behördlichen Dokument eingetragene Betreiber – in der Regel zur Kfz-Haftpflicht verpflichtet; fehlt ein solcher Eintrag, ist es der Eigentümer. Begünstigter (Kasko): derjenige, an den der Versicherer die Entschädigung zahlt – bei einem finanzierten Fahrzeug lautet die Klausel in der Regel zugunsten des Finanzierers. Grüne Karte: das internationale Dokument zum Nachweis der bestehenden Kfz-Haftpflicht für Auslandsfahrten – beim Versicherer erhältlich. Europäischer Unfallbericht: das blau-gelbe Formular, das die Grundlage der Tatsachenfeststellung vor Ort bildet – gehört in jedes Handschuhfach. Schadenhotline: der offizielle Schadenmeldekanal des Versicherers – der schnellste Weg der Schadenbearbeitung.
Diese fünfzehn Begriffe sind die Einstiegsebene – für die alltäglichen Flottenangelegenheiten reichen sie in der Regel aus. Begegnet Ihnen in einem Angebot oder in Bedingungen ein unbekannter Ausdruck, gibt es zwei Wege: das alphabetische Glossar A–Z, das auch die selteneren Fachbegriffe erklärt, sowie das Nachfragen – bei der Durchsicht eines Angebots erkläre ich jeden Begriff verständlich, denn für eine Entscheidung muss man verstehen, nicht nur zustimmend nicken. Für Unternehmen mit internationalem Hintergrund, mit deutscher oder englischer Muttergesellschaft, gibt es das HU–EN–DE-Miniwörterbuch: dieselben Begriffe in drei Sprachen, tabellarisch – mit Anmerkungen zu Bedeutungsunterschieden dort, wo eine wörtliche Übersetzung in die Irre führen würde.
Und zum Schluss ein Lerntipp: Die Begriffe sollte man nicht auswendig lernen, sondern sich im Gebrauch einprägen – begegnet Ihnen ein Begriff in einem Angebot, schauen Sie hier nach, und beim zweiten oder dritten Mal wird er Ihnen schon vertraut sein. Der Kern des Flotten-Wortschatzes ist zum Glück klein: Diese fünfzehn Wörter decken den überwiegenden Teil der Gespräche und Dokumente ab.
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